Urlaub und Fähren nach Korsika

Calanches de Piano

Calanches de Piano

Für diejenigen, die sich nicht gleich an der ersten Bucht am Meer niederlassen wollen und die Insel der Schönheit, so wie sie oft genannt wird, in all ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit entdecken wollen, empfiehlt sich folgende Entdeckungstour, die in Bastia und dem Kap Corso startet und weiter entlang der Westküste bis zur Bucht von Bonifacio führt. Zur Anreise nach Korsika mit dem Auto gibt es die Fähre Livorno Korsika (Moby Lines oder Corsica Ferries) mit dem Ankunftshafen Bastia. Weitere Fähren oder Schiffe nach Bastia starten von Genua (Moby Lines), Savona (Corsica Ferries), Nizza (SNCM, Corsica Ferries) und Marseille >(SNCM oder La Meridionale)

Tag 1: Nach der Ankunft in Bastia geht es vom Cap Corse auf der Panoramastrasse D80 bis nach Macinaggio. Bei der Fahrt genießt man wunderschöne Ausblicke auf die toskanische Insel Capraia.

Tag 2 und 3: Stop in Macinaggio, wo man den Naturpark Capandula mit dem schönen Strand von Santa Maria, an dessem Ende die gleichnamige Kapelle aus dem zehnten Jahrhundert und die Reste eines genuesischen Turms stehen, besuchen kann. Wenn man mit dem Auto nach Barcaggio fährt, trifft man auf einen weiteren wunderschönen Strand. Barcaggio liegt am nördlichen Ende der Insel vor der Ile de la Giraglia. Sehenswert ist auch das kleine Dorf Centuri-Port.

Tag 4: Weiterfahrt von Macinaggio nach Algaiola. Die Fahrt verläuft entlang der Westküste des Caps durch die Städte Pine und Nonza bis nach St. Florent, wo man sich unbedingt die alte Kathedrale, eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke der gesamten Insel, anschauen sollte. Weiter geht es zur Wüste Agriates, einem Land, das früher bebaut war, aber jetzt völlig kahl ist. Wer durch die Wüste fahren will, findet kurz nach der kleinen Stadt Casta eine staubige, 12 km lange Strecke, die sich nur für Fahrzeuge mit Allradantrieb eignet und bis zu der Plage de Saleccia, einem netten Sandstrand, führt. Wer sich für die Fahrt entlang der Staatsstraße entscheidet, kommt in den vielleicht touristischen Teil Korsikas, der vom Stil her auch eher an Frankreich erinnert. Von Ile Rousse geht es weiter nach Algaiola, einem ruhigen, kleinem Städtchen mit genuesischer Zitadelle.

Macinaggio auf dem Cap Corse

Macinaggio auf dem Cap Corse

Tag 5: Ruhepause in Algaiola, wo sich ein Besuch am Strand Rindara (Richtung Ile Rousse) und am Abend ein Abstecher nach Calvi mit seiner genuesischen Festung empfiehlt.

Tag 6: Von Algaiola geht es weiter nach Calvi und von hier weiter entlang der Küstenstraße mit traumhaften Blick auf das Meer bis zur Abzweigung nach Galeria. Der Weg geht dann weiter bis zum Golf von Porto. Er ist sehr kurvig, eng und mühsam, sollte aber wegen seiner herrlichen Aussichten trotzdem gefahren werden. Von Porto kommt man nach Piana, wo es die “Calanques”, die berühmten roten Felsformationen zu bewundern gibt, die vor allem bei Sonnenuntergang, sehr auffallende Farben bieten.

Tag 7 und 8: Aufenthalt in Piana und Badevergnügen in Ficajola, einer kleinen sandigen Bucht mit kristallklarem Wasser und malerischen Ausblicken. Für diejenigen, die gern Schnorcheln und Felsen bevorzugen, gibt es die Klippen von Arone.

Tag 9: Abfahrt von Piana in Richtung Ajaccio mit Halt in Cargese, einem kleinen Dorf griechischer Einwanderer. Hier gibt es zwei Kirchen. Die eine ist katholisch und die andere orthodox. Ajaccio ist außer dem chaotischen Verkehrsaufkommen, eine sehr nette kleine Stadt, die von den Erinnerungen an Napoleon lebt. Charakteristisch ist auch der tägliche Lebensmittel-Markt, wo man die typischen Spezialitäten aus Korsika vorfindet. Von Ajaccio geht es in Richtung Süden entlang der Küste nach Propriano, dem südlichsten Touristenzentrum Korsikas und Ausgangspunkt für interessante Exkursionen am Meer.

Tag 10 und 11: Ruhepause am Meer. Zur Auswahl stehen der Strand Cupabia in Richtung Ajaccio, oder der ebenfalls wunderschöne Strand Lizzano in Richtung Süden. Die Gegend von Propriano ist auch sehr reich an prähistorischen Zeugnissen. In Filitosa steht der größte Menhir, einem Steinmal keltischen Ursprungs, des gesamten Mittelmeerraums. Zum Abendessen lohnt es sich in die Stadt Sartène zu fahren, wo zu Ostern immer die berühmte Karfreitags-Prozession stattfindet.

Tag 12: Von Propriano erreicht man in weniger als einer Stunde Bonifacio, der vielleicht schönsten Stadt der Insel, die über der gleichnamigen Bucht thront. Neben dem Besuch der Altstadt, sollte man zu Fuß oder mit dem Auto zum Cap Pertusato fahren, wo sich ein atemberaubender Blick auf ganz Bonifacio bietet.

Tag 13 und 14: Von Bonifacio ist es angebracht, Tagesausflüge mit dem Boot zu unternehmen. Da gibt es zum Beispiel die Insel Lavezzi, ein wunderschönes Naturschutzgebiet inmitten des außerordentlich transparenten Meeres.

Wer nach Korsika zurück nach Italien will, hat die folgenden Routen zur Auswahl: Bastia-Savona mit Corsica Ferries, Bastia-Livorno mit Corsica Ferries oder Moby Lines, Bastia-Genua mit Moby Lines, oder Porto Vecchio – Civitavecchia (Rom) mit Grimaldi Lines oder Snav.

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